Umgebaut, während die Sprechstunde weiterlief
650 m² wurden zu einer Primärversorgungseinheit für Kinder — bei laufendem Betrieb, in Abschnitten, ohne die Versorgung zu unterbrechen.
Eine Kinderarztpraxis kann nicht für ein Jahr zusperren. Die Patienten wären weg, und die Versorgung im Grätzl auch.
Auf rund 650 m² entstand eine Primärversorgungseinheit für Kinder — verteilt auf zwei Ordinationen an zwei Adressen: eine für gesunde, eine für kranke Kinder. Beide Bestände wurden entkernt, umgebaut und vollständig neu ausgestattet. RAW Minerva hat das als Generalunternehmer übernommen — von der Generalplanung und der Einrichtungsplanung bis zu Bau, Haustechnik, Innenausbau und der gesamten Einrichtung.
Der eigentliche Anspruch lag im Ablauf. Gebaut wurde in Abschnitten, jeder so geschnitten, dass der Betrieb daneben weitergehen konnte. Was am Freitag Baustelle war, war am Montag Ordination.
Zwei Standorte, ein Konzept
Gesunde und kranke Kinder wurden auf zwei Ordinationen an zwei Adressen verteilt. Beide Bestände wurden entkernt und neu organisiert — mit allem, was das an Durchbrüchen, Brandschutz und Haustechnik bedeutet.
In Abschnitte geschnitten
Der Bauablauf folgte dem Betrieb, nicht umgekehrt. Jeder Abschnitt war so bemessen, dass die Ordination daneben weiterarbeiten konnte.
Technik erneuert
Heizung, Lüftung, Kühlung, Sanitär und Elektrotechnik komplett neu — samt der Anforderungen, die eine medizinische Nutzung mitbringt.
Schlüsselfertig übergeben
Innenausbau, Möblierung und Ausstattung gehörten zum Auftrag — bis zur Tischlerei nach Maß. Übergeben wurde eine Ordination, in der am nächsten Tag ordiniert werden konnte.
Gesunde und kranke Kinder getrennt
Wer zur Vorsorgeuntersuchung kommt, soll nicht neben einem fiebernden Kind warten. Die Trennung geht hier weiter als sonst: Gesunde und kranke Kinder haben nicht nur eigene Wartezonen, sondern eigene Ordinationen an zwei Adressen.
Das ist keine Ausstattungsfrage, sondern eine Grundrissentscheidung — sie muss ganz am Anfang getroffen werden, sonst ist sie später nicht mehr nachzurüsten.
Gestaltung, die aus dem Ausbau kommt
Die Häuschen an den Wänden, die geschwungene Bank, die nummerierten Türen: All das ist Teil des Innenausbaus, nicht später aufgeklebt.
Weil Bau, Ausbau und Einrichtung in einer Hand lagen, konnte das Motiv durch alle Räume durchgezogen werden — vom Empfang bis zur letzten Ordinationstür.