Empfangsbereich der Kinderordination mit Anmeldetresen aus Holz und einer Wandgestaltung aus gelben und grünen Häuschen
Kinderordination · Wien 16

Umgebaut, während die Sprechstunde weiterlief

650 m² wurden zu einer Primärversorgungseinheit für Kinder — bei laufendem Betrieb, in Abschnitten, ohne die Versorgung zu unterbrechen.

Eine Kinderarztpraxis kann nicht für ein Jahr zusperren. Die Patienten wären weg, und die Versorgung im Grätzl auch.

Auf rund 650 m² entstand eine Primärversorgungseinheit für Kinder — verteilt auf zwei Ordinationen an zwei Adressen: eine für gesunde, eine für kranke Kinder. Beide Bestände wurden entkernt, umgebaut und vollständig neu ausgestattet. RAW Minerva hat das als Generalunternehmer übernommen — von der Generalplanung und der Einrichtungsplanung bis zu Bau, Haustechnik, Innenausbau und der gesamten Einrichtung.

Der eigentliche Anspruch lag im Ablauf. Gebaut wurde in Abschnitten, jeder so geschnitten, dass der Betrieb daneben weitergehen konnte. Was am Freitag Baustelle war, war am Montag Ordination.

Das fertige Haus
Wartebereich mit zwei geschwungenen gelben Sitzbänken vor einer Wandgestaltung aus Häuschen
Zwei Wartezonen nebeneinander, jede mit eigener Bank. Der Bildschirm ruft getrennt nach Zone A und Zone B auf.
Anmeldetresen aus Holz mit grüner Front, dahinter Fenster mit Blick ins Grüne
Der Empfang liegt so, dass er beide Bereiche überblickt — eine Anmeldung, zwei getrennte Wege dahinter.
Arbeitsplätze hinter dem Anmeldetresen mit Blick in den Wartebereich
Die Anmeldung von innen: erste Anlaufstelle für die Familien und zugleich Arbeitsplatz des Teams. Auch hier läuft das Häuschen-Motiv weiter.
Backoffice mit langer Arbeitsplatte, Einbauschränken und Glaswand zum Empfang
Verwaltung und Dokumentation mit eigenem Raum — samt Einbauschränken, die Teil der Planung und der Umsetzung waren.
Der Weg
01

Zwei Standorte, ein Konzept

Gesunde und kranke Kinder wurden auf zwei Ordinationen an zwei Adressen verteilt. Beide Bestände wurden entkernt und neu organisiert — mit allem, was das an Durchbrüchen, Brandschutz und Haustechnik bedeutet.

02

In Abschnitte geschnitten

Der Bauablauf folgte dem Betrieb, nicht umgekehrt. Jeder Abschnitt war so bemessen, dass die Ordination daneben weiterarbeiten konnte.

03

Technik erneuert

Heizung, Lüftung, Kühlung, Sanitär und Elektrotechnik komplett neu — samt der Anforderungen, die eine medizinische Nutzung mitbringt.

04

Schlüsselfertig übergeben

Innenausbau, Möblierung und Ausstattung gehörten zum Auftrag — bis zur Tischlerei nach Maß. Übergeben wurde eine Ordination, in der am nächsten Tag ordiniert werden konnte.

650 m²
umgebaute Fläche
2
Ordinationen, gesund und krank getrennt
2025
fertiggestellt

Gesunde und kranke Kinder getrennt

Wer zur Vorsorgeuntersuchung kommt, soll nicht neben einem fiebernden Kind warten. Die Trennung geht hier weiter als sonst: Gesunde und kranke Kinder haben nicht nur eigene Wartezonen, sondern eigene Ordinationen an zwei Adressen.

Das ist keine Ausstattungsfrage, sondern eine Grundrissentscheidung — sie muss ganz am Anfang getroffen werden, sonst ist sie später nicht mehr nachzurüsten.

Gestaltung, die aus dem Ausbau kommt

Die Häuschen an den Wänden, die geschwungene Bank, die nummerierten Türen: All das ist Teil des Innenausbaus, nicht später aufgeklebt.

Weil Bau, Ausbau und Einrichtung in einer Hand lagen, konnte das Motiv durch alle Räume durchgezogen werden — vom Empfang bis zur letzten Ordinationstür.

Kinder-Primärversorgungseinheit in Wien 16, zwei Standorte. Leistung der RAW Minerva als Generalunternehmer: Generalplanung u. Einrichtungsplanung, Bau, Haustechnik, Innenausbau, Einrichtung und Ausstattung. Fertiggestellt 2025.

RAW Minerva Projekt- u. Planungsgesellschaft mbH